Sonntag, 10. Juli 2016

3D Pool für heiße Tage

Passend zum heutigen Wetter erzählte mir meine Frau gerade beim Mittagessen etwas von einem 3D Pool, welchen sich Bekannte angeschafft hätten! Da sie gleich darauf das Thema am Tisch wechselte, blieb ich ein wenig verdutzt zurück. Was genau ist ein 3D Pool? Sind diese Planschbecken für Kinder, welche man im Garten aufstellt nicht von Natur aus in 3D. Gehen also sowohl in die Länge, Breite und auch Tiefe?

Deshalb spekulierte ich in Gedanken kurz auf ein neues 3D System für den Fernseher (siehe selbst erstellte Grafik). Jeder kennt sicherlich noch diese "Kaminfeuer"-DVDs. Da legt man eine Scheibe ein und starrt auf dem Fernseher stundenlang auf ein brennendes Feuer im Kamin.
Vielleicht ist der 3D Pool ja die Weiterentwicklung davon? Zusammen mit der für 3D Fernseher ausgelegten Blu-Ray bekommt man eventuell noch ein 40x40 Zentimeter aufblasbares Fußbad dazu. Dann kann man bei heißem Wetter vor der Glotze sitzen, sich in 3D die Unterwasserwelt anschauen und kühlt sich nebenbei die Füße!

Vielleicht sollte ich mir das Konzept patentieren lassen! ;o)


Am Ende fragte ich dann doch lieber noch einmal nach. Das Ergebnis war ernüchternd.

Es handelt sich tatsächlich nur um einen aufblasbaren Pool für den Garten. In den Seitenwänden sind Figuren von Fischen aufgedruckt, welche zusammen mit speziellen 3D-Schwimmbrillen einen räumlichen Effekt bewirken.

Ich weiß nicht, da fand ich ehrlich gesagt meine Idee für echte Nerds etwas charmanter! ;o)

Samstag, 9. Juli 2016

Leben kann tödlich sein ...

Mit dieser Eröffnung schlage ich ein sehr kontroverses Thema an - Nichtraucherschutz.
Gleich zu Beginn möchte ich auch darauf hinweisen, dass ich absoluter Nichtraucher bin, mein Lebtag noch keine Zigarette geraucht habe und auch mit einem Verbot des Glimmstängels keine Probleme hätte.

Was mich stört ist die derzeitige Präventionspolitik. Die neuen, seit Mai verpflichtenden, Ekelbilder stören mich ziemlich. Zumal sie, wie der Name bereits sagt, nicht nur abschrecken, sondern einfach ekelig sind. Dummerweise werde ich auch als nichtrauchender Supermarktkunde mit diesen Bildchen belästigt. Dies möchte ich nicht! Mal abgesehen von Lungenkrebs und abgestorbenen Gliedmaßen finde ich das rauchende Baby (siehe Foto) besonders pervers.

Eher dümmliche, bei genauerer Betrachtung aber fast schon philosophische Ausmaße nehmen dagegen einige Sprüche auf den Schachtel an. Beispiel: "Rauchen ist tödlich". Was für eine Erkenntnis! Auch das Leben ist nachgewiesen tödlich! Tag für Tag, wenn ich meinen Körper den Umwelteinflüssen wie Sonne, Kohlenhydraten oder der Luft aussetze, altern meine Zellen unaufhaltsam. Es soll wissenschaftlich nachgewiesen sein, dass dies in jedem Falle und umfassend bei allen Menschen tödlich endet! Bekommen wir deshalb beim Standesamt zusammen mit der Geburtsurkunde einen Zettel mit Warnhinweisen betreffs des Lebens ausgehändigt "Leben endet immer tödlich"?


Mensch Leute, lieber Gesetzgeber. Ich sage ja nicht das Prävention unnütz ist. Bei Dingen wie der Sonne, welcher man sich schwer entziehen kann, ist Prävention vor Hautkrebs absolut angebracht. Bei Zigaretten jedoch, wenn sie denn so gefährlich sind und das Gesundheitssystem jährlich Milliarden kosten, warum macht ihr nicht Nägel mit Köpfen? Verbietet den Anbau von Tabak, die Produktion von Zigaretten sowie deren Verkauf. Punkt, Schluss aus und alle Probleme gelöst! Weniger Krebstote, keine Steuermillionen mehr für Präventionskampagnen und ich muss mir beim Wocheneinkauf endlich keine abgefaulten Zehen mehr anschauen!

Dumm nur das die Tabakindustrie dem Staat jährlich satte Steuereinnahmen bringt oder wie erklärt Ihr Euch die Zurückhaltung des Gesetzgebers?

Freitag, 8. Juli 2016

Alles "Neue" bringt der Zeitungskiosk

In Zeiten der digitalen Medien, der E-Books und Facebook-Posts könnte ich wetten, dass einige von Euch eine Buchhandlung oder Zeitungskiosk seit Monaten nicht mehr betreten haben!
Es soll da draußen aber tatsächlich noch eine Generation geben, die sich solche Sachen wie Magazine, Zeitschriften und gedruckte Bücher ins Haus holt um darin zu schmökern.

Gestern bekam ich von der netten Nachbarin gerade rüber, zu Fuß ist sie nicht mehr ganz so fit, den Auftrag ein Magazin aus der Stadt zu besorgen. Diesen Gefallen tat ich ihr gern und war nur eine Stunde später ein ziemlich verdutzter Kunde in einem Zeitungskiosk. Erst dort wurde mir nämlich klar, dass ich nicht so aufmerksam zuhörte als sie mir den Titel der Zeitschrift nannte. Zwar konnte ich mich noch an den Namenszusatz "Neue" erinnern, doch dass es dermaßen viele Zeitschriften mit diesem Wort im Titel gibt, war mir bis dahin nie aufgefallen! (siehe Foto)


Ich hatte mir das ehrlich gesagt etwas einfacher vorgestellt. Der Zusatz "Neue" muss im Konkurrenzkampf zwischen den Magazinen eine zentrale Rolle spielen. Dies kann doch kein Zufall sein. "Das neue Blatt", "Neue Post", "Neue Pause", "Neue Welt" oder "Die neue Frau". So viele Neuigkeiten kann es doch nicht geben. Trotzdem wartete jedes dieser Blätter auf dem Umschlag mit einer scheinbaren Exklusivgeschichte auf.

Um dieser Industrie neuen Stoff für ihren schier unstillbaren Wissensdurst zu bieten, habe ich kurz überlegt die Exklusivrechte an den Bilder der Geburt unseres zweiten Kindes an eine dieser Redaktionen zu verkaufen. Ich schätze aber dies interessiert dann doch einige Leute zu wenig.

Kurzum. Bei Durchschnittspreisen zwischen 50 Cent und einem Euro, habe ich meiner Nachbarin fünf dieser Magazine gekauft. Eine davon scheint die Richtige gewesen zu sein. Sie hat alle fünf freudestrahlend in Empfang genommen und sich nicht beschwert. Böse Zungen könnten jetzt jedoch behaupten, dass all diese Zeitschriften ein solch abgestumpftes Profil besitzen, dass sie ohne weiteres gegeneinander austauschbar sind.

So und jetzt zurück an meinen E-Book-Reader!

Montag, 4. Juli 2016

Mutter und Kind auf dem Motorroller

Weshalb hat vor einigen Jahren der "Mutter-Kind-Parkplatz" (kurz: MKP) eigentlich solch einen Aufschwung erlebt? Das er sicherlich schon eher erfunden wurde, bezweifle ich in keiner Weise. Doch erst vor einigen Jahren schickten sich plötzlich jedes Kaufhaus, jeder Supermarkt und fast alle Parkhäuser an, neben den gesetzlich verpflichtenden Behindertenparkplätzen diese MKPs einzuführen. Ich sag ganz ehrlich ich finde die Idee inzwischen, da wir selbst ein Kind haben, super toll. Die MKPs sind meist etwas breiter wie die normalen Parknieschen, weshalb man den Knirps einfacher auf seinen Sitz verfrachten kann oder die Babyschale bei Bedarf auch einmal umbauen kann, ohne dem Nachbarauto einen Kratzer im Lack zu verpassen.

Wie aber bereits angedeutet, sind die MKPs nur ein freiwilliger Service der Betreiber. Im Gegensatz zu Behindertenparkplätzen kann ein Verstoß nicht mit einem Bußgeld geahndet werden. Auf gut Deutsch, da kann sich jeder mit seinem Wagen drauf stellen, der möchte. Außer ein schlechtes Gewissen am Abend kann im faktisch niemand auf die Pelle rücken. Dieser Umstand spricht sich scheinbar immer weiter herum. So kommt es dass die MKPs in letzter Zeit immer häufiger von Unbefugten besetzt sind.

Der von Mama und Papa tiefer gelegte BMW mit Heckspoiler, dessen Fahrer sich schnell noch ein Pickelwässerchen aus der Drogerie holen muss bevor er zu seinem Date geht. Der grauhaarige Rentner, dem beim zu schnellen Einparken fast der Hut und die Toilettenpapierrolle aus der hinteren Abläge fällt. Die Klientel ist mannigfaltig.

Heute jedoch durfte ich eine äußerst seltene Form der Großfamilie beobachten, welche die MKPs für sich in Anspruch nahm. Die vierköpfige Großfamilie beim Wocheneinkauf auf einem 50 Kubik Motorroller. Großzügiger weise nutzten die Roller nur einen Parkplatz für gleich zwei Gefährte (siehe Foto). Man sollte ihnen aus Dank einen Orden verleihen!


Ich dagegen musste deshalb zwei Reihen weiter hinten parken. Links von mir ein Gestrüpp im Rücken achtete ich peinlichst darauf, dass meine Tochter auf der anderen Seite mit ihrem Nuckelband nicht an den blauen Skoda nebenan kam. Selbst auf dem Nachhauseweg nach dem Einkauf verspürte ich solch ein unbestimmtes Bedürfnis einen Rollerfahrer von seinem Gefährt zu stoßen.

Freitag, 1. Juli 2016

Wehmut und Brettspiele

Heute bin ich seit Monaten mal wieder in solch einer richtig großen Spielwarenhandlung gewesen, deren Namen ich an dieser Stelle nicht nennen möchte (zumindest nicht bis ich ein gewisses Sümmchen Sponsoring-Gelder überwiesen bekomme). Es ging darum ein Geburtstagsgeschenk für meine sechsjährige Nichte zu bekommen. Natürlich hätte ich dabei gleich zu dem Regal mit den Nintendo-Spielen oder am besten gleich bei den Tablets vorbei schauen können. Ich habe mir aber mal die Zeit genommen und bin in aller Seelenruhe durch den gesamten Laden geschlendert.

In der Abteilung mit den Brettspielen habe ich dann fast schon ein wenig Augenpipi bekommen. Da gab es doch tatsächlich eine ganz toll gemachte Juniorausgabe der "Siedler von Catan". Ich setze jetzt einfach mal voraus, dass meine Leser hier, zumindest in groben Zügen, diesen Brettspieleklassiker kennen. Mit niedlicheren Grafiken, weniger Karten und vereinfachten Regeln können nun bereits Sechsjährige ihre eigene kleine Inselwirtschaft aufbauen, Handel treiben und Strategien gegen andere Spieler aushecken. Wirklich echt toll gemacht (siehe Foto).


Als Kind haben wir zu Hause regelmäßig Brettspieleabende veranstaltet. In meiner Zeit der Berufsausbildung haben wir im Internat hin und wieder Brettspiele gezockt und auch in Zeiten meiner ersten eigenen Wohnung kann ich mich erinnern, regelmäßig die Nachbarn von gegenüber und Freunde zu Brettspielen eingeladen zu haben.

Nach zehn Minuten mit der Spielepackung in der Hand und zurück aus meiner eigenen kleinen Traumwelt aus wehmütiger Erinnerung, war ich fast versucht meiner Nichte dieses Spiel zu kaufen. Blieb nur das Problem: "Wie erkläre ich der Kleinen, dass eine Schachtel mit bunten Karten, einem Würfel und vielen tollen lustigen Plastikfiguren, tausend Mal besser ist als etwa "Angry Birds" auf einem doofen Tablet oder Pferde füttern in einer sinnfreien Tiersimulation auf einem Nintendo DS?".

Eine Lösung für das Problem fand ich nicht. Am Ende stellte ich die Packung wieder ins Regal, kaufte aber auch keines der anderen gewünschten Dinge. Zwar muss mir nun spätestens nächste Woche kurzfristig etwas einfallen, doch sei es drum. Dies war ich heute meinen geliebten Brettspielen einfach schuldig!