Immer wieder ein sprudelnder Quell für kuriose Informationen ist die aktuelle Ausgabe des Magazins „Stiftung Warentest“. Wusstet Ihr etwa, dass es Menschen in diesem Land gibt, welche glauben der Strichcode auf Produktverpackungen, lädt diese mit negativer Strahlung auf!
So etwas gibt es tatsächlich! In einschlägigen Internetforen und Diskussionskreisen wird echt behauptet, der Barcode auf der Verpackung würde wie eine Antenne funktionieren. Durch ihn würden negative, unter anderem kosmische, Strahlen angezogen, welche das Lebensmittel und damit den Verbraucher belasten.
Deshalb sterben also heut zu Tage so viele Menschen an ungesunder Ernährung! Nicht das fettige Essen oder die Kohlenhydrate führen zum Herzinfarkt, sondern der Strichcode auf der Verpackung!
Doch es geht noch dümmer! Um der Verstrahlung seiner Lebensmittel entgegen zu wirken, gibt es im Internet doch tatsächlich „Strichkode-Entstörstifte“ zu kaufen. Dabei handelt es sich um scheinbar ganz normale Filsstifte, für die man schon einmal um die 17 Euro hinblättern darf!
Tja meine Lieben und wenn Ihr morgen Euer Mittagessen in der Kantine nicht vernünftig entstört indem ihr den Strichcode von der Milchpackung kratzt oder nicht richtig aufesst, hohlen euch am Abend die kleinen grünen Männchen!
Montag, 30. September 2013
Sonntag, 29. September 2013
Früher hätte es das nicht gegeben ...
Bei solch tollem Sonnenschein muss man einen Sonntagnachmittag einfach für einen Spaziergang nutzen. Da es inzwischen aber schon Herbst ist und in der letzten Nacht bereits Einigerorts der Bodenfrost Einzug hielt, sind die ersten Vorboten der kalten Jahreszeiten zu entdecken.
Das Laub der Bäume verfärbt sich bunt, die Zugvögel begeben sich auf den Weg nach Süden und in den Alleen und Wäldern findet man die schönsten Bastelmaterialien. Kastanien, Eicheln, Bucheckern, so viele tolle Sachen fallen derzeit aus den Bäumen. Dinge, welche wir als Kinder sofort aufgesammelt, mit nach Hause getragen und dort verarbeitet haben. Der Kampf um die besten Exemplare war groß und wer nicht zeitig genug aufstand, ging auch schon mal mit leeren Händen nach Haus.
Mit kleinen Handbohrern und einer riesigen Schachtel Streichhölzer, haben wir die aberwitzigsten Fantasietiere zusammen gewerkelt. Auf der einen Seite machte es einen heidenspaß, auf der anderen hatte man immer ein gern gesehenes (da selbst gebasteltes) Geschenk für die Oma, Tante oder Mutti.
Mit Erschrecken, wandelte ich heute durch ganze Berge von Kastanien und Eicheln, die unbehelligt von jedem Kind unter dem Laub der Bäume von unachtsamen Fußgängern zertreten wurden. Ich sah den Rumpf eines Hundes vor mir, kleine Tatzen einer Katze oder das Hütchen für ein Heinzelmännchen.
Hmmmm.
Voller Wehmut habe ich mir vier wirklich schöne Kastanien in die Jackentasche gesteckt. Diese Zeiten sind scheinbar völlig passe!
Das Laub der Bäume verfärbt sich bunt, die Zugvögel begeben sich auf den Weg nach Süden und in den Alleen und Wäldern findet man die schönsten Bastelmaterialien. Kastanien, Eicheln, Bucheckern, so viele tolle Sachen fallen derzeit aus den Bäumen. Dinge, welche wir als Kinder sofort aufgesammelt, mit nach Hause getragen und dort verarbeitet haben. Der Kampf um die besten Exemplare war groß und wer nicht zeitig genug aufstand, ging auch schon mal mit leeren Händen nach Haus.
Mit kleinen Handbohrern und einer riesigen Schachtel Streichhölzer, haben wir die aberwitzigsten Fantasietiere zusammen gewerkelt. Auf der einen Seite machte es einen heidenspaß, auf der anderen hatte man immer ein gern gesehenes (da selbst gebasteltes) Geschenk für die Oma, Tante oder Mutti.
Mit Erschrecken, wandelte ich heute durch ganze Berge von Kastanien und Eicheln, die unbehelligt von jedem Kind unter dem Laub der Bäume von unachtsamen Fußgängern zertreten wurden. Ich sah den Rumpf eines Hundes vor mir, kleine Tatzen einer Katze oder das Hütchen für ein Heinzelmännchen.
Hmmmm.
Voller Wehmut habe ich mir vier wirklich schöne Kastanien in die Jackentasche gesteckt. Diese Zeiten sind scheinbar völlig passe!
Samstag, 28. September 2013
Wo "Bio" drin ist, muss auch "Bio" drumherum?
Immer wieder auf der Suche nach einem tollen Geschmackserlebnis, habe ich dieser Tage mal meinen ersten „Bio“-Energy-Drink versucht. Wenngleich ich der Meinung bin, dass sich das Image beider Produktgruppen (Bio = gesund / Energy-Drink = total ungesund) überhaupt nicht verträgt, war ich sehr gespannt.
Nach dem etwas umständlichen Öffnen der Dose(?) fand ich ein eher an Fruchtsaft erinnerndes Getränk in der Verpackung. Eine Art Mischung aus Trauben- und Kirschsaft. Nicht zu süß aber irgendwie auch nichts Besonderes. Eine besonders aufputschende Wirkung konnte ich irgendwie nicht feststellen, wenngleich ich diese gebraucht hätte.
Das Einzige was mich bei diesem neuen Getränk aus den Schuhen gehauen hat, war der Preis! 2,70 € für eine kleine Dose! Na da erwarte ich schon, dass die Früchte für den Saft von einem italienischen Kleinbauern per Hand auf einer Streuobstwiese geerntet, mit dem Fahrrad in die Verarbeitung gebracht und dort sanft in einem Kaltpressverfahren verarbeitet wurden. Ob dem so ist, weiß ich nicht. Noch bitterer im Nachgeschmack. Hat man die Dose geleert, bekommt man nicht einmal 0,25 € Pfand zurück. Die Verpackung ist nämlich keine Blechdose, sondern eine Art Papphülse die man recyceln kann. Eben halt alles „Bio“!
Na dann mal Prost!
Nach dem etwas umständlichen Öffnen der Dose(?) fand ich ein eher an Fruchtsaft erinnerndes Getränk in der Verpackung. Eine Art Mischung aus Trauben- und Kirschsaft. Nicht zu süß aber irgendwie auch nichts Besonderes. Eine besonders aufputschende Wirkung konnte ich irgendwie nicht feststellen, wenngleich ich diese gebraucht hätte.
Das Einzige was mich bei diesem neuen Getränk aus den Schuhen gehauen hat, war der Preis! 2,70 € für eine kleine Dose! Na da erwarte ich schon, dass die Früchte für den Saft von einem italienischen Kleinbauern per Hand auf einer Streuobstwiese geerntet, mit dem Fahrrad in die Verarbeitung gebracht und dort sanft in einem Kaltpressverfahren verarbeitet wurden. Ob dem so ist, weiß ich nicht. Noch bitterer im Nachgeschmack. Hat man die Dose geleert, bekommt man nicht einmal 0,25 € Pfand zurück. Die Verpackung ist nämlich keine Blechdose, sondern eine Art Papphülse die man recyceln kann. Eben halt alles „Bio“!
Na dann mal Prost!
Donnerstag, 26. September 2013
Traumhafte Wahlbeteiligung in Deutschland
Vollständig komme ich von der vorangegangenen Bundestagswahl nicht weg, Ihr merkt es schon. Besonders amüsant fand ich dabei einen Beitrag in einem regionalen Journal unter dem Titel: „Wahlzettel gibt es nicht für alle!“
Der Umstand. In einem ländlichen Wahllokal im Wahlkreis „Anhalt“ sind doch tatsächlich die Wahlzettel ausgegangen. Wahlhelfer mussten in weniger besuchte Wahllokale fahren, um Stimmzettel zu erbitten. Kann schon mal passieren denkt man sich, hat sich halt jemand verzählt. Die Erklärungen des Wahlleiters erstaunen unter diesen Umständen umso mehr. Man gehe grundsätzlich nicht von einer so hohen Wahlbeteiligung wie in den betroffenen Gemeinden aus. Deshalb drucke man immer nur für 80% der wahlberechtigten Bevölkerung auch tatsächlich Wahlzettel.
Ah ja! Wieder etwas dazu gelernt!
Sind wir Wähler schon so durchschaubar, rechnet die Politik schon gar nicht mehr mit der gesamten Bevölkerung? Kritisch bzw. lobend muss ich als Steuerzahler aber auch bemerken, dass ich dieses Vorgehen als durchaus sinnvoll erachte.
Kleiner Tipp für unsere jüngere Bevölkerung zur nächsten Wahl. Ärgert doch einfach mal die Politiker. Verabredet Euch alle über Facebook vor einem Wahllokal, nehmt euren Ausweis mit und geht geschlossen zu den Urnen. Stoppt dann einfach die Zeit bis dem Wahlleiter die Schweißperlen auf die Stirn treten. Sozusagen ein Polit-Flashmob 2.0 .
Der Umstand. In einem ländlichen Wahllokal im Wahlkreis „Anhalt“ sind doch tatsächlich die Wahlzettel ausgegangen. Wahlhelfer mussten in weniger besuchte Wahllokale fahren, um Stimmzettel zu erbitten. Kann schon mal passieren denkt man sich, hat sich halt jemand verzählt. Die Erklärungen des Wahlleiters erstaunen unter diesen Umständen umso mehr. Man gehe grundsätzlich nicht von einer so hohen Wahlbeteiligung wie in den betroffenen Gemeinden aus. Deshalb drucke man immer nur für 80% der wahlberechtigten Bevölkerung auch tatsächlich Wahlzettel.
Ah ja! Wieder etwas dazu gelernt!
Sind wir Wähler schon so durchschaubar, rechnet die Politik schon gar nicht mehr mit der gesamten Bevölkerung? Kritisch bzw. lobend muss ich als Steuerzahler aber auch bemerken, dass ich dieses Vorgehen als durchaus sinnvoll erachte.
Kleiner Tipp für unsere jüngere Bevölkerung zur nächsten Wahl. Ärgert doch einfach mal die Politiker. Verabredet Euch alle über Facebook vor einem Wahllokal, nehmt euren Ausweis mit und geht geschlossen zu den Urnen. Stoppt dann einfach die Zeit bis dem Wahlleiter die Schweißperlen auf die Stirn treten. Sozusagen ein Polit-Flashmob 2.0 .
Dienstag, 24. September 2013
Kulinarisches für Faule
Wieder habe ich in unserer ach so tollen Konsumwelt eine Entdeckung gemacht, welche zum Nachdenken anregt. Es ist nicht neu, dass unsere Welt immer schnelllebiger wird. Immer weniger Menschen machen sich die Mühe richtig zu kochen. Von Jahr zu Jahr werden mehr und mehr Fertigprodukte in den Ofen, die Mikrowelle oder in die Pfanne geworfen. Kurzum Tütensuppe & Co. hat Hochkonjunktur.
Kaum jemand aus der jüngeren Generation kann aus dem Stehgreif, ohne Kochbuch und „Maggi fix“, noch einen Rinderbraten zubereiten. Die Verwendung einer Auberginen … unbekannt und was Mangold ist … keine Ahnung.
Wer sich stattdessen doch mal am Kochen versucht, nimmt gern vorbereitete Zutaten oder etwas aus der Tiefkühlung. Dass es in dieser Sparte beispielsweise vorgeschnittenen und gewürfelten Goudakäse, etwa für Partyspießchen, gibt, wusste ich bereits. Wer möchte auch schon vor einer Feier einen Goudeblock am Stück in kleine Würfel schnippeln. Ebenso geputzter Brokkoli aus der Tiefkühltüte. Diesen lasse ich zu bestimmten Jahreszeiten auch durchgehen. Schließlich bekommt man den nicht zu jeder Jahreszeit.
Was aber sind „Snibbels“ ?
Wiener Würstchen bereits in kleine Stücke geschnitten!
Da blieb mir dann schon ein wenig die Spucke weg. Es gibt wirklich Menschen die einen Euro mehr dafür bezahlen, dass sie die kleinen Wiener nicht selbst mit dem Messer klein schneiden müssen! Dann auch noch die Ausrede des Herstellers auf der Verpackung: „für Eintopf, Suppe & mehr“. An eine Suppe kocht man anständiges Rindfleisch dran oder meinetwegen auch Geflügel aber doch keine Würstchenscheiben! Die hatte ich das letzte Mal in der vierten Klasse an der Kartoffelsuppe aus der Schulspeisung! Oh Du kulinarische, deutsche Kochkultur, wo sind wir bereits angekommen!
Kaum jemand aus der jüngeren Generation kann aus dem Stehgreif, ohne Kochbuch und „Maggi fix“, noch einen Rinderbraten zubereiten. Die Verwendung einer Auberginen … unbekannt und was Mangold ist … keine Ahnung.
Wer sich stattdessen doch mal am Kochen versucht, nimmt gern vorbereitete Zutaten oder etwas aus der Tiefkühlung. Dass es in dieser Sparte beispielsweise vorgeschnittenen und gewürfelten Goudakäse, etwa für Partyspießchen, gibt, wusste ich bereits. Wer möchte auch schon vor einer Feier einen Goudeblock am Stück in kleine Würfel schnippeln. Ebenso geputzter Brokkoli aus der Tiefkühltüte. Diesen lasse ich zu bestimmten Jahreszeiten auch durchgehen. Schließlich bekommt man den nicht zu jeder Jahreszeit.
Was aber sind „Snibbels“ ?
Wiener Würstchen bereits in kleine Stücke geschnitten!
Da blieb mir dann schon ein wenig die Spucke weg. Es gibt wirklich Menschen die einen Euro mehr dafür bezahlen, dass sie die kleinen Wiener nicht selbst mit dem Messer klein schneiden müssen! Dann auch noch die Ausrede des Herstellers auf der Verpackung: „für Eintopf, Suppe & mehr“. An eine Suppe kocht man anständiges Rindfleisch dran oder meinetwegen auch Geflügel aber doch keine Würstchenscheiben! Die hatte ich das letzte Mal in der vierten Klasse an der Kartoffelsuppe aus der Schulspeisung! Oh Du kulinarische, deutsche Kochkultur, wo sind wir bereits angekommen!
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