Mittwoch, 2. Oktober 2013

Sprachtraining im Supermarkt

Heute bin ich an einem sehr interessanten Werbeplakat vorbei gekommen (siehe Foto). Geworben wurde für die Pralinen von Ferrero Küsschen mit den beiden Worten: "Ich Weiss" ...

... Du werden Schwarz.
Wir einkaufen gehen Freitag.
Das Wetter Deutschland seien schlecht.
Was Du wollen mehr?


Schlimm genug dass man neuerdings vor allem bei der Jugend immer häufiger auf dieses abgehackte Deutsch trifft. Ohne Bindewörter und oftmals auch Pronomen. Schlimm auch, dass dies durch einen sehr hohen Immigrantenanteil in manchen Städten noch gefördert wird. Doch muss das jetzt auch in der Werbung sein?

Wie wäre es etwa mit dem Spruch: "Mich gibt es jetzt auch in Weiß!". Klar, deutlich und vor allem Hochdeutsch!

Es kann aber auch sein, dass dies eine internationale Kampagne ist und man so viele Bevölkerungsgruppen wie möglich ansprechen möchte. Vielleicht ist ein Teil des Spruchsin der Druckerei verloren gegangen? Dann habe ich das hier falsch verstanden und möchte mich entschuldigen. ;o)

Dienstag, 1. Oktober 2013

Eine Frage des Patriotismus

Ich bin immer wieder erstaunt wie wenig Patriotismus der Durchschnittsdeutsche, für sein eigenes Land verspürt. Aufgefallen ist mir dies gestern wieder beim Briefwechsel mit einem Amerikaner.

Während man hier, geschlagen durch die Ereignisse im „Dritten Reich“, sogar ganze Textpassagen - „Deutschland, Deutschland über alles …“ - aus der Nationalhymne streicht, druckt man in den USA den Patriotismus gar auf Briefmarken. Da steht dann einfach mal „USA forever“ drauf und auch sonst machen die Amerikaner keinen Hehl aus ihrem Nationalstolz. Wieso ist das so?

Drüben überm Atlantik besitzen Millionen von Menschen keine Krankenversicherung. Dort muss man es sich teils zweimal überlegen ob man zum Zahnarzt geht. Bei uns hingegen genau anders herum. Hier ist eine Krankenversicherung selbstverständlich und man überlegt höchstens ob man ein ODER zweimal im Jahr zum Zahnarzt geht. Ich kenne sogar deutschstämmige Frauen welche mit einem Amerikaner verheiratet sind, welche zur Entbindung ihres Kindes nach Deutschland kommen, da sie es sich in den USA nicht leisten können.

Anderer Punkt – NSA. Während hier in Deutschland, mal übertrieben gesprochen, wegen jedes Bundeswehr-LKWs der nach Afghanistan ausgeflogen wird, das Parlament abstimmt. Werden drüben über großen Teich klamm und heimlich die Internetdaten der gesamten Weltbevölkerung durchleuchtet und gespeichert ohne das dies dort unter der Bevölkerung jemanden interessiert.

Während bei uns selbst Frau Merkel gemerkt hat, dass man lieber auf erneuerbare Energien setzen sollte, bohren die USA neue Ölfelder in sehr empfindlichen Ökosystemen der Antarktis an um ihre 20 Liter Autos auf den Straßen noch möglichst lange billig betanken zu können …


Hm … und dies sind gerade einmal drei Punkte, welche mir spontan einfallen. Deshalb nochmal von mir die Frage. Wieso haben wir hier nicht solche Briefmarken wie hier abgebildet? Warum schimpfen so viele Deutsche über unseren eigentlich hervorragend organisierten Staat?

Sollte es einfach an uns selbst liegen? Haben wir Minderwertigkeitskomplexe?
Doch wieso? Sagt es mir!

Montag, 30. September 2013

Und wenn Du nicht aufisst, holen Dich die Aliens!

Immer wieder ein sprudelnder Quell für kuriose Informationen ist die aktuelle Ausgabe des Magazins „Stiftung Warentest“. Wusstet Ihr etwa, dass es Menschen in diesem Land gibt, welche glauben der Strichcode auf Produktverpackungen, lädt diese mit negativer Strahlung auf!

So etwas gibt es tatsächlich! In einschlägigen Internetforen und Diskussionskreisen wird echt behauptet, der Barcode auf der Verpackung würde wie eine Antenne funktionieren. Durch ihn würden negative, unter anderem kosmische, Strahlen angezogen, welche das Lebensmittel und damit den Verbraucher belasten.

Deshalb sterben also heut zu Tage so viele Menschen an ungesunder Ernährung! Nicht das fettige Essen oder die Kohlenhydrate führen zum Herzinfarkt, sondern der Strichcode auf der Verpackung!

Doch es geht noch dümmer! Um der Verstrahlung seiner Lebensmittel entgegen zu wirken, gibt es im Internet doch tatsächlich „Strichkode-Entstörstifte“ zu kaufen. Dabei handelt es sich um scheinbar ganz normale Filsstifte, für die man schon einmal um die 17 Euro hinblättern darf!

Tja meine Lieben und wenn Ihr morgen Euer Mittagessen in der Kantine nicht vernünftig entstört indem ihr den Strichcode von der Milchpackung kratzt oder nicht richtig aufesst, hohlen euch am Abend die kleinen grünen Männchen!

Sonntag, 29. September 2013

Früher hätte es das nicht gegeben ...

Bei solch tollem Sonnenschein muss man einen Sonntagnachmittag einfach für einen Spaziergang nutzen. Da es inzwischen aber schon Herbst ist und in der letzten Nacht bereits Einigerorts der Bodenfrost Einzug hielt, sind die ersten Vorboten der kalten Jahreszeiten zu entdecken.
Das Laub der Bäume verfärbt sich bunt, die Zugvögel begeben sich auf den Weg nach Süden und in den Alleen und Wäldern findet man die schönsten Bastelmaterialien. Kastanien, Eicheln, Bucheckern, so viele tolle Sachen fallen derzeit aus den Bäumen. Dinge, welche wir als Kinder sofort aufgesammelt, mit nach Hause getragen und dort verarbeitet haben. Der Kampf um die besten Exemplare war groß und wer nicht zeitig genug aufstand, ging auch schon mal mit leeren Händen nach Haus.

Mit kleinen Handbohrern und einer riesigen Schachtel Streichhölzer, haben wir die aberwitzigsten Fantasietiere zusammen gewerkelt. Auf der einen Seite machte es einen heidenspaß, auf der anderen hatte man immer ein gern gesehenes (da selbst gebasteltes) Geschenk für die Oma, Tante oder Mutti.

Mit Erschrecken, wandelte ich heute durch ganze Berge von Kastanien und Eicheln, die unbehelligt von jedem Kind unter dem Laub der Bäume von unachtsamen Fußgängern zertreten wurden. Ich sah den Rumpf eines Hundes vor mir, kleine Tatzen einer Katze oder das Hütchen für ein Heinzelmännchen.

Hmmmm.

Voller Wehmut habe ich mir vier wirklich schöne Kastanien in die Jackentasche gesteckt. Diese Zeiten sind scheinbar völlig passe!

Samstag, 28. September 2013

Wo "Bio" drin ist, muss auch "Bio" drumherum?

Immer wieder auf der Suche nach einem tollen Geschmackserlebnis, habe ich dieser Tage mal meinen ersten „Bio“-Energy-Drink versucht. Wenngleich ich der Meinung bin, dass sich das Image beider Produktgruppen (Bio = gesund / Energy-Drink = total ungesund) überhaupt nicht verträgt, war ich sehr gespannt.

Nach dem etwas umständlichen Öffnen der Dose(?) fand ich ein eher an Fruchtsaft erinnerndes Getränk in der Verpackung. Eine Art Mischung aus Trauben- und Kirschsaft. Nicht zu süß aber irgendwie auch nichts Besonderes. Eine besonders aufputschende Wirkung konnte ich irgendwie nicht feststellen, wenngleich ich diese gebraucht hätte.

Das Einzige was mich bei diesem neuen Getränk aus den Schuhen gehauen hat, war der Preis! 2,70 € für eine kleine Dose! Na da erwarte ich schon, dass die Früchte für den Saft von einem italienischen Kleinbauern per Hand auf einer Streuobstwiese geerntet, mit dem Fahrrad in die Verarbeitung gebracht und dort sanft in einem Kaltpressverfahren verarbeitet wurden. Ob dem so ist, weiß ich nicht. Noch bitterer im Nachgeschmack. Hat man die Dose geleert, bekommt man nicht einmal 0,25 € Pfand zurück. Die Verpackung ist nämlich keine Blechdose, sondern eine Art Papphülse die man recyceln kann. Eben halt alles „Bio“!

Na dann mal Prost!