Mittwoch, 13. November 2013

Abwanderung ins Internet

Die Experten streiten sich, Elektronikmarktketten wie „Saturn“ spühren es längst und der Konsument weiß eigentlich Bescheid. Welche Gründe gibt es, weshalb immer mehr Kunden beim Einkauf ins Internet abwandern.

Größere Auswahl, billigere Preise, 24 Stunden geöffnet, schneller Versand. So wie ich denke werden die meisten Argumente bei den Nutzern ausfallen. Auch ich möchte mich da selbst nicht ausnehmen. Wenn meine künftige Kaffeemaschine im Internet vierzig Euro billiger ist als bei „Elektro-Kunze“ um die Ecke, warum also vor Ort kaufen?

Bisher gab es für mich jedoch immer noch Bereiche wo ich nie auf die Idee gekommen wäre online zu bestellen. Etwa Katzenstreu. Zwar gibt es diese im weltweiten Netz auch etwas günstiger als im Fachhandel oder Supermarkt, aber um ehrlich zu sein wollte ich meinem Paketfahrer nicht zumuten ein Karton mit 50kg Katzenstreu aus dem Zustellfahrzeug zu wuchten. Da bin ich ganz Mensch.
Auch kühlpflichtige Lebensmittel würde ich mir nie zuschicken lassen. Da gibt es inzwischen zwar auch schon Anbieter aber wenn die Schlagsahne bei mir ankommt, soll sich nicht bereits geschlagen sein, weil man sie von Fließband zu Fließband bugsiert hat.
Ein weiteres sehr prägnantes Beispiel sind für mich Schuhe! Ich weiß dass vor allem Frauen Internetanbieter wie „Zalando“ lieben und auch fleißig Schuhe bestellen. Mir als typischen Mann war das bisher nichts. Ich wollte bisher in einen Laden gehen, die Treter anprobieren und bei Gefallen gleich mitnehmen.

Wie ihr aus der Vergangenheitsform jedoch entnehmen könnt, ist es damit nun leider vorbei! Seit etwa einem Jahr hat man bei den Schuhhausketten scheinbar beschlossen die Schuhgröße 40 für Männer aus dem Sortiment zu nehmen. Dies fing im Frühjahr bei Sandalen an, setzte sich im Sommer mit Turnschuhen fort und gipfelte letzte Woche in ein paar Slippern welche ich dringend brauchte. Nichts! Nichts davon habe ich bekommen. „ABC Schuh“, „Deichmann“ und wie sie alle heißen! Keine Chance. Was mich dabei noch mehr ärgert, ist die sehr oft gehörte Aussage: „Schauen sie doch mal in die Knabenabteilung!“. Hallo! Auch wenn ich es nicht gern zugebe, gehe ich nun mal langsam auf mein viertes Lebensjahrzehnt zu, da möchte man ungern bei der nächsten Familienfeier mit Halbschuhen im Mickey Maus Design und knallbunten Farben herum laufen. Ebenfalls beliebt: „Wir können versuchen die Größe zu bestellen, kommen sie nächste Woche wieder!“

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe zum ersten Mal Schuhe im Internet bestellt. Keine zwei Tage später waren sie da, genau meine Größe, desweiteren waren Versand und Rücksendung kostenlos. Was möchte man mehr.


Ich mag es eigentlich nicht wenn immer mehr Arbeitsplätze an dieses verdammte Internet verloren gehen. Ein wenig anstrengen muss sich der stationäre Handel dann aber doch um mich als Kunden zu behalten. Oder bin ich der einzige Mann mit Schuhgröße 40?

Sonntag, 10. November 2013

Mit dem Zweiten sieht man besser!

Ja ich gebe es zu! Der gestrige Abend gehörte bei uns dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Doch diesmal nicht wie gewohnt zu Hause vor der Glotze, sondern live!
Wir dachten uns, wenn das ZDF mit seiner Samstagabendshow „Wetten Dass!?“ schon Station bei uns in der Nähe macht, dann unterstützen wir auch die ausgerufene Stadtwette und zeigen Deutschland, was wir hier in Sachsen-Anhalt drauf haben.

Also haben wir uns gegen 20 Uhr ins Auto gesetzt und sind spontan auf den Markt nach Halle an der Saale gefahren. Die Parksituation war noch recht entspannt, viele wussten scheinbar dass die Stadtwette erst am Ende der Sendung ausgewertet wird und „Wetten Dass!?“ gern mal eine Stunde bei der Sendezeit überzieht.


Die Aufgabe war, ein angezeichnetes T-Shirt auf dem Boden mit hunderten Menschen zu füllen, welche gelbe Kleidung tragen. Inhaltlich möchte ich es kurz machen. Nachdem es anfänglich ein wenig lau ausschaute, haben wir (Sachsen-Anhalter) es dann gegen 23:15 Uhr tatsächlich geschafft. Es waren sogar etliche Leute zu viel, welche nicht mehr in die Markierungen passten. Manche Outfits waren echt skurril. Von einem Mann im gelben Hühnerkostüm, über eine vermummte Frau in EDEKA Einkaufstüten bis zu gelben „Verdi“ Streikwesten war alles dabei.


Worum es mir in diesem Blog jedoch eher gehen soll, ist die Sendung „Wetten Dass!?“ an sich. Ich gebe nämlich zu, nach der Gottschalk-Ära bisher nie eine Sendung gesehen zu haben. Immer nur hört man über den Niedergang der Sendung, die schlechten Einschaltquoten und den mittelmäßigen Moderator Lanz.

Wisst ihr was? Nach dem gestrigen Abend kann ich das nachvollziehen! Es gab viele Dinge in der Sendung die verhinderten, dass sich die alte Atmosphäre ausbreitete. Hier nur mal einige:

Was ist aus der Außenwette geworden?
Zwar waren wir mit der Stadtwette bei 5°C auf dem Hallenser Marktplatz unterwegs aber früher gab es zumindest immer noch eine Wette die nicht im Studio stattfand.

Die Wettpaten bekommen die Wetteinsätze vom Moderator vorgesetzt!
Was soll das denn? Das war doch noch nicht immer so? Dieser Umstand beraubt die Sendung seiner Spontanität und mindert den Spaß beträchtlich.

Markus Lanz ist eine Schlaftablette.
Das der gute Mann einen schillernden Thomas Gottschalk nicht ersetzen wird, war jedem klar. Doch der Mann wirkt auch live so etwas von bemüht, dass keine Atmosphäre aufkommen möchte. Ihr wisst sicherlich dass die Formulierung „Er wirkte steht bemüht.“ in einer Arbeitsbeurteilung nicht sehr gut rüber kommt. Man könnte es eher mit „Er bekommt es nicht gebacken.“ übersetzen.
Wir fühlten uns mit gerade einmal drei Schaltungen in die Live-Sendung, und keinem Wort zu viel seitens Herrn Lanz, ziemlich vernachlässigt.

Alles in allem ein toller aber auch sehr kalter Abend, live bei einem der größten Show-Dinosaurier im deutschen Fernsehen. Beim nächsten Mal wünsche ich mir nur eine Glühweinbude neben meinen Standfleck. Bei der Kälte und etwa 4 Stunden Sendezeit, könnte dies dann jedoch problematisch mit der Rückfahrt im Auto werden. ;o)

Samstag, 9. November 2013

Quietschender Käse

Wochenende! Für mich nach dieser anstrengenden Woche, die Möglichkeit endlich mal wieder ein Blogeintrag zu schreiben welcher mir seit Tagen auf den Nägeln brennt.

Wenngleich wir heute eigentlich des Mauerfalls am 09.November 1989 gedenken sollten, habe ich mich mal ein wenig mit Käse beschäftigt. Wie aktuell ich plötzlich nach dem Listerien-Bakterien-Fund vorgestern in Reibekäse bin, habe ich nicht geahnt.

Es liegt mir jedoch fern mit in das Horn der Medien zu blasen und hier alle möglichen Krankheits- und Todesfolgen einer Vergiftung aufzuzählen. Wer Bedenken hat, kann sich überall informieren und im Zweifelsfall einfach den Käse zurück bringen oder nicht verspeisen. Punkt.

Mir ist Anfang der Woche dagegen ein neuer Grillkäse ins Auge gefallen auf welchem der Hersteller mit einer kuriosen Eigenschaft des Produktes wirbt. Damit meine ich nicht die Tatsache dass man unter dem Namen „GlutGut“ sicherlich ein gluten freies Produkt erwarten kann. So etwas gibt es inzwischen ausreichend. Nein, weiter unten auf der Packung ist noch der Hinweis zu finden „Psst. Der quietscht nicht!“
Ein Hinweis, wie ich als Mann finde, der zu einem Rasenmäher im Baumarkt oder dem Wasserrad des neuen Springbrunnens passen würde. Wo aber hat Grillkäse bewegliche Teile die quietschen könnten? Selbst wenn, was hat man dafür getan? Der Rezeptur des Käse mehr Öl beigemengt, damit die Schmierung besser funktioniert?


Gut das ich dann doch meine Frau habe, welche ab und an mal über meine Blogtexte drüber liest. Sie erklärte mir nämlich das Grillkäse manchmal an den Zähnen quietschen kann und dies einige als unangenehm empfinden! Aaaaaahhhhhh Jaaaaaa!

Mir ist das noch nie aufgefallen. Aber das kommt scheinbar davon wenn man den Standpunkt vertritt: Auf den Grill gehört Fleisch und kein Mais, Käse oder Blätterteig.

Guten Appetit!

Sonntag, 3. November 2013

Alles für das Volk!

Bereits vor einigen Jahren startete die „BILD“ Zeitung eine Marketingkampagne in welcher man ein bestimmtes „Volks“ Produkt kürte und entsprechend mit einem Siegel versah. Dies waren anfangs Personal Computer mit einer moderaten Ausstattung, zu einem guten Preis. Manchmal auch ein Handy welches einer breiten Masse der Bevölkerung zusagen sollte.

War die Kampagne anfangs noch recht frisch, und meinem Empfinden nach seriös, wandelte sich das Image immer mehr in den Bereich lachhaft bis skurril.

Das beginnt mit einer „Volks.Farbe“ in der wir scheinbar alle unsere Wohnzimmer streichen sollten, geht über eine „Volks.Versicherung“ die mich zu sehr an das System der DDR erinnert und schreckt noch nicht einmal vor einem „Volks.Sandwich“ zurück, welches man an Autobahnraststätten erwerben kann.


Der absoluten Lächerlichkeit gab sich die Kampagne nun aber mit der „Volks.Apfelschorle“ hin. Nicht nur dass das Nischenprodukt Apfelschorle keineswegs im „Volksinteresse“ ganz oben steht, ist auch die Wahl der recht teuren „Lift“ Schorle nicht gerade volksnah.

Ich warte ja ehrlich gesagt noch immer sehnsüchtig auf das „Volks.Toilettenpapier“ oder wie wäre es mit einem „Volks.Gebissreiniger“ auch eine tolle Sache!

In diesem Sinne … alles für das Volk!

Freitag, 1. November 2013

Hinweise die der Mensch nicht braucht

Habt Ihr beim Einkauf eigentlich schon einmal bemerkt mit wie vielen Hinweisen und Gütesiegeln wir auf den Produkten überhäuft werden? Die bekanntesten dürften dabei noch der „Blaue Engel“ oder der „Grüne Punkt“ sein. Auch beim „FSC“ Siegel mit dem Fisch dürfte vielen Verbrauchern einleuchten, das dieser Fisch aus Aquakultur oder kontrollierten Fischfang stammt.

Es gibt jedoch auch eine Menge Siegel der Marke Eigenbau. Damit meine ich Logos welche nicht produktübergreifend sind und welche sich die Hersteller und Händler selbst ausdenken. Diese sind dann zumeist nur bei einer Handelskette zu finden oder auf einer Ware. Ein Vergleich der angelegten Maßstäbe mit anderen Produkten ist damit nicht möglich. Also kaum aussagekräftig!

Ich habe nun neben den anerkannten Siegeln und den zumindest bemühten Eigenbaulogos eine neue Kategorie entdeckt! Völlig sinnlose Aufdrucke!

Ein schönes Beispiel ist das hier abgebildete „Easy to eat“ Prädikat, welches die Firma „Dr. Oetker“ seit neustem verwendet. Was hat ein solches Siegel für eine Bedeutung? Einfach zu essen?


Sind dies nicht viele Dinge? Wenn ich mir ein Brötchen beim Bäcker kaufe, dann ist dies auch „Easy to eat“. Ein Schokoriegel für zwischendurch. Selbst vor Nudeln mit Tomatensoße verzweifle ich nicht, wenn es darum geht sie einfach aufzuessen. Dies geht mir eigentlich bei allen Lebensmitteln ähnlich, sofern ich bei einem Festessen keinen Hummer mit einer Fischgabel zerlegen soll.

Man könnte noch meinen bei den „Dr. Oetker“ Produkten mit entsprechendem Siegel handelt es sich um Fast Food. Sprich man kauft es, packt aus und beißt hinein. Doch dem ist nicht so. Man muss die Produkte erst zu Hause im Ofen zubereiten und kann sie dann erst essen.

Insofern bekommt dieses Siegel an dieser Stelle die Wertung „völlig sinnlos“!
Ich denke es wird sich nicht allzu lange im Handel halten und kaum Verbreitung finden. ;o)